BUND startet in Langerwehe Projekt zum Bienenschutz

01.März 2015  (aus der BUND Kreisgruppe)

Die BUND-Kreisgruppe Düren legt das Jahresprogramm 2015 vor. Schwerpunkte sind Klimaschutzund Biodiversität. „Klimaschutz ist nicht alles – aber ohne ihn ist alles nichts“, sagte Walter Jordans,der Vorsitzende des BUND im Kreis Düren.

Bekenntnis zur Energiewende

Deshalb setzen wir uns für die Energiewende ein und informieren über Erneuerbare Energien zumBeispiel auf unseren Energie-Stammtischen. Wir organisieren Bürger-Energie-Genossenschaften undZukunftswerkstätten,um eine breite Bürgerbeteiligung zu erreichen. Wir erarbeiten Projekte für einedezentrale Energieversorgung in der Nach-Braunkohle-Zeit und unterstützen die Bewerbung zurLeader Region an Inde & Rur (RRIR). Im Naturschutz konzentrieren wir uns auf die beiden LeitartenWildkatze und Wildbiene. Wenn es uns gelingt, deren Lebensbedingungen zu verbessern, fördern wirden gesamten Artenschutz im Kreis Düren, führte Walter Jordans weiter aus. „Das Sterben der WildundHonigbienen ist in aller Munde. Ursache scheint vor allem der flächendeckende Einsatz vonHerbiziden in Landwirtschaft und Pflege zu sein“, sagte Dr. Rainer Wiertz, Bienen-Experte des BUND.In Langerwehe, sagte Lothar Kurth, starte deshalb ein Projekt mit der Gemeinde: „Wir wollen auf einebienenfreundliche Pflege auf öffentlichen und privaten Grünflächen hinwirken. Zudem wollen wir inKooperation mit den örtlichen Landwirten eine Aufwertung von Ackerrandstreifen, Wegeränder undStraßenbegleitgrün erwirken.“ Die ‚Bienenfreundliche (blühende) Kommune“ könne zu einemParadigmenwechsel in der Grünflächenpflege führen und damit Wild- und Honigbienen und vieleweitere Arten fördern. In Düren, Hürtgenwald und Langerwehe bietet der BUND Ausstellungenbeziehungsweise einen Info-Stand zur Wildkatze an. Dort wird Experte Rolf Neumann überVorkommen, Schutz und einen besseren Biotopverbund informieren. Die Obstbaum-Schnitt-Kurseunter Leitung von Kerstin Delahaye und Dr. Reinhard Schultz-Hock sind klassische Mit-Mach-Aktionen.

Streuobstwiesenschutz

Die Saftpresstermine – in diesem Jahr sind 18 Termine von Mitte September bis Mitte Novembergeplant – sind nach Ansicht des BUND die Basis zur Erreichung der ökologischen Ziele imStreuobstwiesenschutz. Ein besonderes Angebot bietet der BUND Kindern bei der Nisthilfen-Bau-Aktion auf dem Eifelmarkt in Langerwehe. Hier dürfen die Jungen und Mädchen unter Anleitung nachHerzenslust sägen, hämmern und schrauben. „Das Engagement der Kinder entschädigt für den hohenVorbereitungsaufwand“, sagte Lothar Kurth, Vorsitzender der BUND-Gruppe Langerwehe-Inden. DieErgebnisse, Insektenhotels und Vogelnistkästen, trügen in heimischen Gärten zur Artenvielfalt bei. Diegedruckte Fassung des Jahresprogramms der BUND-Kreisgruppe Düren wird im Dürener Kreishaus,in Rathäusern, Kirchen, Schulen und Kitas im ganzen Kreis Düren ausgelegt. Auch auf der Homepageder Kreisgruppe steht sie unter www.bund-dueren.de zum Herunterladen zur Verfügung.Quelle: Dürener Nachrichten, 23. Februar 2015

Was summt denn da?

Wenn es um Insekten geht, haben viele Menschen eher negative Assoziationen: Sie denken an stechendes, beißendes und saugendes „Ungeziefer“. Dabei haben die Insekten in unserer Tier- und Pflanzenwelt ganz viele wesentliche Aufgaben: Insekten bestäuben die Blüten und sie sind Nahrungsgrundlage für Vögel, Fische, Lurche, Kriechtiere, Fledermäuse und andere Säugetiere.

Biene im Rapsfeld. Foto: V. Dilk
Foto: V. Dilk

Zu den Insekten gehören so faszinierende Gruppen wie die Libellen, Schmetterlinge, Heuschrecken, Hautflügler (Wespen, Bienen, Hornissen) und Käfer. Insgesamt gibt es in Mitteleuropa mehr als 30.000 Arten.

Allerdings leiden etwa Wildbienen, Schmetterlinge und Heuschrecken unter der Monotonie der Landschaft und der intensiven Bewirtschaftung unserer Wiesen und Felder. Für die Libellen sind verbaute und überdüngte Bäche und Seen ein großes Problem, und spezialisierte Käfer finden in den ausgeräumten Wäldern zu wenig Totholz.

Der BUND setzt sich für eine umweltverträgliche Landwirtschaft und für natürliche Wälder, Flüsse und Seen ein. Und der BUND ist auch vor Ort aktiv: Er betreut, sichert und schafft wichtige Lebensräume, die die Insekten-Vielfalt erhalten. Das kann ein „Bienenhotel“ sein, die Pflege von Schmetterlings- und Heuschreckenwiesen oder die Renaturierung und Neuanlage von Gewässern.



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