Vogelschutz im BUND

Keine Tiergruppe genießt mehr Sympathie als die Vögel. So auch im BUND: Für keine Tiergruppe sind wohl mehr BUND-Gruppen im Einsatz.

Wer einen Garten hat, schafft mit einheimischen Gehölzen, Zonen des Wildwuchses und Komposthaufen Nahrung und Nistgelegenheiten. Wo alte Bäume und Gemäuer fehlen, sorgen Nistkästen für Abhilfe. Im Handel gibt es eine Fülle spezieller Modelle, zudem bieten Bücher und das Internet jede Menge Hilfe für den Eigenbau.

Storchentrupp, Foto: C. Scholz

Am meisten erreichen wir, wenn wir die rasche Verarmung unserer Vogelwelt in der Agrarlandschaft bekämpfen – z.B. mit dem Einkauf regionaler Bioware und mit weniger Fleisch auf dem Teller.

Was tut der BUND, außer einen "vogelfreundlichen" Lebensstil zu propagieren? Wir werben – von der Ortsgruppe bis zum Bundesverband – für eine umweltverträglichere Landwirtschaft und Mobilität, für natürlichere Wälder und Auen. Wir kämpfen gegen jede Form der Naturzerstörung. Wir betreuen und sichern wichtige Lebensräume von Vögeln, um ihre Artenvielfalt zu bewahren.

Dazu kümmern sich zahllose BUND-Gruppen auf lokaler Ebene gezielt um bestimmte Arten, seien es Mauersegler in Berlin oder Alpensegler in Tuttlingen, Wiesenbrüter in Bremen oder Felsbrüter im Rurtal, Eisvögel in Flensburg oder Brachvögel in Donau-Ries.

Saatkrähenkolonien im Kreis Düren 2017

von Doris Siehoff

Leider wurde wie in den Vorjahren im Kreis Düren wieder eine Saatkrähenkolonie im Kreis Düren mutwillig zerstört. In Aldenhoven wurden am Radweg R 20 (entlang der ehemalige Bahntrasse, östlich der Markfeststraße) von der Gemeindeverwaltung beauftragt und vom Bauhof ausgeführt mehr als ein Dutzend Bäume mit Saatkrähennestern unerlaubt ohne Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gekappt oder gefällt. Ende März waren nur noch sechs Nester von 38 vorhanden. Nach einer dementsprechenden Meldung wies die UNB die Gemeinde auf die rechtliche Situation hin. Weitere Konsequenzen blieben aus.

Lediglich die Saatkrähen reagierten. Nur wenig mehr als 2 km entfernt gründeten sie im Frühjahr 2017 in Aldenhoven-Engelsdorf eine neue Kolonie mit 30 Nestern.

Die Saatkrähen von Müntz, deren Kolonie auf dem Sportplatz in 2014 durch Sturm vernichtet wurde, vergrößerten ihre Ersatzkolonie auf dem Friedhof in Müntz.

Seltsam sind die Beobachtungen in einer neuen Kolonie auf dem Lendersdorfer Friedhof. Dort wurden am 26.03.2017 mehr als 20 Nester gezählt, am 5. Mai konnten dort nur noch 12 Nester festgestellt werden.

Insgesamt hat die Zahl der Nester im Kreis Düren dennoch trotz der wiederholten Zerstörungen zugenommen. Im Jahr 2017 wurden in den Ortschaften Aldenhoven, Echtz, Engelsdorf, Gevelsdorf, Hottorf und Mersch sowie in den Städten Düren und Linnich 13 besetzte Saatkrähenkolonien festgestellt. Die größte Kolonie befand sich in Echtz, die kleinste in Mersch.

Wer in diesem Jahr besetzte Saatkrähenkolonien beobachtet, möge diese melden bei

Doris Siehoff – Grüner Weg 5 b – 52393 Hürtgenwald – dorissie@gmx.de

Saatkrähen im Kreis Düren

Flyer-Saatkraehen_im_Kreis-Dueren-2016.pdf

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