Jedes Jahr aufs Neue warten wir gespannt auf die Boten, die uns den nahenden Sommer verkünden. Gerne vernehmen wir dann das fröhliche Geschwätz, mit dem sich die weit Gereisten untereinander ihre Reiseabenteuer erzählen. Bewundernd schauen wir den Flugkünsten der Schwalben zu. Wir achten sie als Glücksbringer.
Wenn dann aber die ersten Kothäufchen auf dem Fensterbrett liegen ist so manch ein Tierfreund froh, dass es sich um Nachbars Fensterbank handelt. Dabei ist Toleranz bereits echte Überlebenshilfe.
Kotbretter
Ein so genanntes Kotbrett ist die Lösung, wenn die Toleranzgrenze überstrapaziert wird. Entsprechend der Farbe des Hauses angestrichen und sauber angebracht, fallen die Bretter nicht unangenehm auf. Folgende Hinweise sollten beachtet werden, damit die Aktion sich nicht zum Nachteil entwickelt und die Schwalben vergrault werden.
Der Abstand zum Nest muss mindestens 40 cm betragen. Gut sind eigentlich 50 bis 60 cm. Ist der Abstand zu gering, verlassen die Schwalben das Nest. Es wurde auch schon beobachtet, dass Eichelhäher oder Elstern bei zu geringem Abstand von solchen Sitzgelegenheiten aus, hüpfend an die Nester geraten und diese zerstören, um dann an die Gelege zu gelangen.
Weiterhin muss zwischen Hauswand und Nest 1,5 bis 2cm Abstand sein. Es kann ansonsten vorkommen, dass die Schwalben unter dem Brett neu bauen, da sich durch die Verbindung zur Wand eine neue Baumöglichkeit bietet.
Die ca. 25 cm breiten Bretter sollten mindesten 2cm stark sein, damit sie nicht durchhängen. Nimmt man dünnere Bretter sind evtl. mehr Winkel zur Auflage nötig. Verzinkte, oder Winkel aus Messing gibt es in jedem Baumarkt. Hiermit ist die Gefahr des Rostens und der damit verbundenen Roststreifen an der Wand ausgeräumt.