Im März 2018

von Andreas Binanzer

Vor einigen Tagen habe ich mit dem Fahrrad eine Bestandsaufnahme der Wildbienen Nisthilfen unternommen. Positiv war, dass alle Nisthilfen in gutem Zustand sind, ohne Schäden durch Vandalismus und auch in unterschiedlichem Maße von Wildbienen genutzt werden.

Die Flächen an den Nisthilfen wurden mittlerweile von Mitarbeitern der DSB zur Gänze gemäht. Sinnvoller wäre es gewesen, einen Teil der verdorrten Stängel der Stauden als Überwinterungsquartier für Insekten stehen zu lassen.

Dieses Thema, wie auch die Anregung aus Tübingen (Bunte Wiese), Flächen in den städtischen Parks durch nur zweimaliges Mähen im Jahr, im Laufe der Zeit in blühende Wiesen umzuwandeln, werden Inhalt eines Gesprächs mit Frau Fuchs von den DSB sein.

Außerdem machen wir am Samstag 12. Mai, 10 Uhr Treffpunkt Holzbendenpark, bei der Nishilfe, eine Exkursion zu den Grünflächen: wir wollen die ein gesäten Blumenmischung uns ansehen, dabei ist die Frage nach guter Einsaat und Pflege von großer Bedeutung für die Insekten.

An den Blühflächen und Nisthilfen werden wir auch Sandbienen und Grabwespen kennenlernen. Zu dieser Exkursion laden wir besonders die Spielplatzpaten ein

- bei Interesse bitte unter 02421-9946618 anmelden!

Bildergalerie März 2018

Blüte im Brandpark, Sommer 2017
Bewohnte Nisthilfe im Brandpark, März 2018
Im Holzbenden Park, März 2018
Holzbenden Park gemähte Fläche mit Sandbeet
Nisthilfe bei der Stadtmauer an der Stürtzstraße
Im Nordpark, März 2018
Nisthilfe und Baumstamm als Totholz im Brandpark, März 2018

Düren blüht auf für Bienen, Hummeln und Co.

Vorab einige Informationen zur Entstehung des Projektes “Düren blüht auf“

Im Frühjahr 2015 trafen Doris Siehoff und Andreas Binanzer von der BUND Kreisgruppe, aus einem eher unerfreulichen Anlass, Frau Fuchs von den Dürener Servicebetrieben. Ein Ergebnis des damaligen Gesprächs, war eine engere Zusammenarbeit im Bereich des Naturschutzes in der Stadt.

Etwa zur gleichen Zeit initierte die BUND Gruppe Langerwehe mit ortsansässigen Landwirten das Projekt Bienefreundliches Langerwehe.

Diese Idee griff ich auf, denn das städtische “Einheitsgrün“ in den Dürener Parkanlagen waren mir schon länger ein Dorn im Auge. Außerdem wurde es Zeit zu handeln und "Biologische Vielfalt" nicht nur zu kommunizieren.

In einem weiteren Gespräch und einem Besichtigungstermin  mit Frau Fuchs konnte ich sie für die Idee, in zunächst einem städtischen Park, Wildblumen auf einem Teil der Fläche auszusäen, gewinnen.

Für die BUND Kreisgruppe bot ich den Bau der entsprechenden Nisthilfe für Wildbienen an. Frau Fuchs stellte in Aussicht, das Material dafür aus dem Lager der DSB zur Verfügung zu stellen. In der Folge ergab es sich, dass es nicht nur bei einer Fläche bleiben sollte.

 

Weil ich nicht im Alleingang die Nisthilfen bauen wollte und schon gar nicht den Maschinenpark für die Holzbearbeitung habe, vereinbarte ich mit Frau Lensing, des Dürener Freiwilligenzentrums, einen Beratungstermin. Frau Lensing gab den Impuls, mich an den Club 55, der Evangelischen Gemeinde zu Düren zu wenden. So kam es dazu, dass in der Holzwerkstatt des Club 55, vorwiegend mit Herrn Lienen, die Nisthilfen gebaut wurden.

 

Währenddessen kam es zusammen mit Eberhard Holtappels, aus Langerwehe, zu einem Folgetermin mit Frau Fuchs und ihren Kollegen Herrn Glasmacher und Herrn Katterbach. Das Gespräch ergab, dass auf fünf Flächen in städtischen Parks Wildblumensaaten ausgebracht werden könnten.

 

In einem vor Ort Termin mit Frau Fuchs, Herrn Glasmacher und Herrn Holtappels wurden die fünf möglichen Blumenwiesen ausgesucht. Diese befinden sich im Holzbenden Park, Heuss Park, Brandt Park, Nordpark und im kleinen Park an der Kämmergasse.

 

In der Folge wurden von den DSB die Flächen vorbereitet und das Saatgut ausgebracht. Parallel erfolgte der Bau, der Nisthilfen.

 

Frau Gigler und Frau Bürger von den Kunstwerkerinnen erklärten sich bereit, für die Parkbesucher, Infotafeln künstlerisch zu gestalten.

 

Am 07. Juni 2016 wurde die Blumenwiese mit Nisthilfe, im Brandt Park der Presse und Radio Rur vorgestellt, die darüber berichteten. Auch das WDR Studio Aachen, sendete kurze Berichte im Radio und in der Lokalzeit.

Nun wurde kontinuierlich an den verbleibenden vier Nisthilfen gebaut und diese am 23. Aug. 2016 aufgestellt.

 

Nun fehlt nur noch die Fertig- und Aufstellung der Infotafeln.

 

In den folgenden Monaten wird das Projekt durch die BUND Kreisgruppe weiter an die Öffentlichkeit getragen und auch begleitet.

 

Andreas Binanzer

Bildergalerie zur Entstehung der Bienenhotels und Infotafeln

Fotos: Andreas Binanzer
Fotos: Jutta Gigler


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