BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Ökostrom ist preiswerter als RWE-Strom

Erfolgreiche Umsetzung eines kommunalen Klimaschutzes?

Wie managt man den Strukturwandel im Kreis Düren?    

 „Die erfolgreiche Umsetzung kommunalen Klimaschutzes erfordert eine transparente, übergeordnete und unabhängige Koordination ...“  (vgl. Klimaschutzkonzept Kreis Düren S.49, 2012)  Wie kommen wir vom Konzept zur Umsetzung?   Die Ziele sind klar, die Umsetzung ist Sisyphusarbeit.  Ist ein/e KlimaschutzmanagerIn allein ein Garant für einen gelingenden Strukturwandel? Welchen Stellenwert hat er/sie in Politik und Verwaltung?   Begreifen wir die Erneuerbaren Energien als Chance oder sehen wir nur Gegnerschaft zur Braunkohle?   Finden wir zu einer neuen Zusammenarbeit im Interesse der Region und deren zukünftigen Arbeitsplätze?   Wir brauchen integrierte Handlungskonzepte für die Umsetzung der Energiewende.  Dabei dürfen neue interkommunale Gewerbegebiete und der Ausbau der Windenergie nicht gegeneinander ausgespielt werden.   Wir dürfen die Zukunft nicht in alten Grabenkämpfen blockieren!  Kommen Sie – diskutieren Sie mit – es geht um die Zukunft unserer Region... 

Forum Politik "Klimaschutz versus Braunkohle" Do - 25. Aug. 2016 - 19:00 Uhr, Mensa Stift. Gymnasium Düren, Altenteich 14

Mit (umwelt)freundlichen Grüßen  Walter Jordans,  BUND Kreisgruppe Düren

Klimapolitik entscheidet sich in der Region

Hier liegt ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Kreis Düren - schauen Sie auf

unsere Projekte (z.B. Sonnensegel),

unsere Info- und Diskussionsveranstaltungen (siehe aktuelles Jahresprogramm),

unsere Bürgeranregungen (z.B. Agenda 21, 100% Erneuerbare Energien, Solares Bauen, Öffnung öffentlicher Dächer für PV-Anlagen, Biogasanlagen, Energiesparen an Schulen etc.)

unsere Info-Blätter z.B. PV-Anlagen, solare Warmwassererzeugung, etc.

"Die globale CO²-Insolvenz rückt näher" (FR Mi 8.7.09), das Zeitfenster zur Begrenzung der globalen Erwärmung um 2° wird immer kleiner, die notwendige Energiewende kommt zu langsam voran, auch im Kreis Düren.

Helfen Sie, werden Sie aktiv, informieren Sie sich, nehmen Sie Kontakt zu Ihrer BUNDgruppe auf.

Hinweis (aktualisiert im Januar 2016)

Energie- und Ernährungswende gegen den Klimawandel

Peter Lustig zu unseren Atomkraftwerken..

©BUND

RESOLUTION: BUND Kreisgruppe Düren fordert ein kreisweites Klimaschutzkonzept

zur Resolution bitte anklicken..

Auszug aus der Dürener Zeitung vom 05.07.2011

 

"In einer Resolution an den Kreistag fordert die BUND-Kreisgruppe Düren einen «Masterplan zur nachhaltigen naturverträglichen Energieerzeugung im Kreis Düren» mit dem Ziel, Solar-, Wind-, Wasser-, Biogas-, Hackschnitzel-, KWK- und Geothermie-Anlagen zu errichten.

«Wir begrüßen ausdrücklich die Resolution des Kreistages für einen schnellen Atomausstieg», erklärt der BUND-Kreisvorsitzende Walter Jordans. «Wer aussteigt, muss allerdings auch die erneuerbaren Energien zügig ausbauen. Zudem müssen wir wegkommen von den gefährlichen Kohlendioxid-Emittenten, die das Klima ruinieren und Lebensräume zerstören. Wir müssen die Chance nutzen, durch den Aufbau eigener Stromerzeugungskapazitäten mit erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung die Wertschöpfung im Kreis Düren zu halten und die wegfallenden Arbeitsplätze der Braunkohle zum Teil zu kompensieren. Wir brauchen deshalb einen schnellen Umbau unserer Energieerzeugung auf erneuerbare Energien, Energiesparen und Energieeffizienz.»

Im Kreis Düren, hat der BUND festgestellt, habe sich in den vergangenen 40 Jahren ein bis heute anhaltender Rückgang der Arten vollzogen, insbesondere in den Agrarökosystemen. Der BUND fordert daher beim Ausbau der Erneuerbaren Energien einen sensiblen Umgang mit der Natur.Biogas ohne Maismonokulturen«Dazu gehört der Ausbau von Biogasanlagen unter Vermeidung von Maismonokulturen.» Dort, wo Mais angebaut wird, sollten Blühstreifen, Lerchenfenster, Mischkulturen, Untersaaten oder Zwischenfrüchte Bestandteil der Anbau- und Lieferverträge sein. Die «Fütterung» der Anlagen mit Wildkräutermischungen sollte auch im Kreis Düren erprobt werden. Zudem seien die Standorte so zu wählen, dass das Gas auch zur Wärmeversorgung genutzt werden kann.

Auch der Ausbau von Windkraftanlagen im Kreis ist für den BUND unabdingbarer Bestandteil eines zukunftsfähigen Energiekonzeptes, hat sich aber den Erfordernissen des Naturschutzes zu unterwerfen und bedarf einer frühzeitigen Beteiligung der betroffenen Bürger. Die Reaktivierung alter Wasserkraftwerksstandorte biete dank neuer Techniken Chancen für eine umweltverträgliche Nutzung. Zu einer Wertschöpfung im Einklang mit der Natur gehört für die Umweltschützer auch die nachhaltige energetische Nutzung der Wald- und Holzressourcen. «Dies alles bedarf der sensiblen Planung und Koordination und kann nur auf Kreisebene geschehen», betont Jordans. «Dazu wäre die Gründung der Kreiswerke Düren zur regionalen Energieplanung, Energieerzeugung und Energieverteilung ein wichtiger Schritt.» Zunächst aber müssten Potenzialanalysen klären, wo und wie erneuerbare Energien im Kreis Düren naturverträglich genutzt werden können, beispielsweise im Rahmen der «Innovationsregion Rheinisches Revier»."

AKTUELL : Erneuerbare als Sündenbock

- Pressemitteilung Bund der Energieverbraucher -

 (12. November 2010)

Ausgerechnet die zukunftsfähigen erneuerbaren Energien müssen derzeit als Sündenbock herhalten: Angeblich sind sie schuld an den jüngsten Strompreiserhöhungen. Entsprechend heftig werden die Erneuerbaren befehdet. Doch die Polemik gegen Erneuerbare ist in Wahrheit ein Ablenkungsmanöver, mit dem die Stromkonzerne von ihren überzogenen Preisen und Gewinnen ablenken.

- Tatsächlich steigt die Umlage für erneuerbare Energien ab 1. Januar 2011 um 1,5 Cent je Kilowattstunde von bisher 2,05 auf dann 3,53 Cent je Kilowattstunde. Diese Umlage müssen jedoch nicht die Stromkunden zahlen, sondern zunächst die Stromversorger. Es ist deshalb nicht wahr, dass sich die Haushaltsstrompreise automatisch um diesen Betrag erhöhen müssten.

 - Die Stromeinkaufspreise der Stromfirmen haben sich, auch durch die Einspeisung von erneuerbarem Strom, in den vergangenen zwei Jahren deutlich verringert. Diese Einsparungen sind etwa so hoch wie die gestiegene EEG-Umlage. Von der Kostenseite her gibt es deshalb keine Rechtfertigung für eine Strompreiserhöhung http://tinyurl.com/stromkaufbilliger.

 - Es ist unredlich, lediglich die Kostensteigerung des EEG an die Verbraucher weiterzureichen und die Kostensenkungen beim Stromeinkauf stillschweigend als Zusatzgewinn einzustreichen.

 - Die Gewinne der drei größten Stromkonzerne sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen: von sechs Milliarden Euro jährlich im Jahr 2002 auf über 23 Milliarden jährlich im Jahr 2009 (http://tinyurl.com/gewinnexplosion).

 - E.on Vorstand Dr. Johannes Teyssen sagte auf der Bilanzpressekonferenz am 10. November 2010 klar und öffentlich, dass sich die Strompreise für Haushaltskunden nicht an den Kosten, sondern am Wettbewerb orientieren.

 - Die branchenweite Erhöhung der Strompreise um 1,5 Cent/kWh hat also den Charakter einer Preisabsprache unter den Stromanbietern. Die Begründung "gestiegene EEG-Umlage" ist lediglich ein Codewort, um die Öffentlichkeit in die Irre zu leiten und die erneuerbaren Energien zu diffamieren.

 - Bereits in den vorangegangenen Jahren hatten die Stromversorger die Preise jeweils um gut einen Cent erhöht - ohne ausreichende Begründung.

 - Die Preise wurden in den vergangenen Jahren hauptsächlich von den Grundversorgern erhöht.

 - Der Bundesgerichtshof hat die Versorger in der Grundversorgung verpflichtet, alle Kostensenkungen unmittelbar an die Kunden weiterzugeben (BGH VIII ZR 138/07 Rn. 39, VIII ZR 81/08 Rn. 18).

Die Preiserhöhungen stellen damit vermutlich einen Rechtsbruch dar!

 - Der rasche Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung vermindert den Stromabsatz aus konventionellen Kraftwerken und damit das Kerngeschäft der Stromkonzerne. Diese Konzerne haben also allen Grund, um ihre gewaltigen Gewinne zu zittern und die Öffentlichkeit gegen die Förderung erneuerbarer Stromerzeugung aufzubringen.

 - Verbraucher müssen den Neubau von Kraftwerken stets über den Strompreis bezahlen. Die Einspeisevergütung nach dem EEG senkt die Erzeugungskosten der Erneuerbaren Energien mit großer Geschwindigkeit. Sie entspricht daher den Kosten für den Bau neuer Kraftwerke. Durch die Finanzierung über das EEG ist von vornherein entschieden, dass mit diesen Geldbeträgen nur die Erneuerbaren ausgebaut werden. Den Stromversorgern ist die Entscheidung darüber, welche Kraftwerke gebaut werden, aus der Hand genommen.

 - Der Vorsitzende der Bundesnetzagentur, Mathias Kurth, warnte die Stromversorger davor, die gestiegene EEG-Umlage in voller Höhe auf die Strompreise der Verbraucher aufzuschlagen. Auch der Vorsitzende der Monopolkommission, Professor Justus Haukap äußerte sich in diesem Sinne.

Fazit: Für den Stromkunden erwecken die Strompreiserhöhungen den Eindruck, die Erneuerbaren würden den Strompreis im Jahr 2011 um zusätzliche 1,5 Cent/kWh verteuern. Dieses Argument hält einer kritischen Prüfung nicht stand. Wer dennoch so argumentiert, macht sich fehlender Sachkenntnis oder einer interessengeleiteten Argumentation verdächtig. Verbraucher wollen mit ihrem Geld den Ausbau Erneuerbarer finanzieren und sind auch bereit, dafür höhere Strompreise in Kauf zu nehmen. Versorger mißbrauchen diese Bereitschaft, um sich die Taschen zu füllen.

Es stellt sich also nicht die Frage, ob wir uns den Ausbau der Erneuerbaren leisten können und wollen. Denn dazu gibt es keine Alternative. Sondern es ist zu fragen, wie lange wir den Stromversorgern ihre überzogenen Preise und ihre Lügen noch durchgehen lassen wollen. Durch den Anbieterwechsel weg von den Konzernen und ihren Töchtern kann jeder Verbraucher die Rote Karte zeigen: Ohne jedes Risiko. Er wird nicht nur mit einem guten Gewissen sondern zusätzlich noch mit Kosteneinsparungen in Höhe von mehreren hundert Euro belohnt.

Dr. Aribert Peters, Vorsitzender Bund der Energieverbraucher e.V ,Frankfurter Str. 1, 53572 Unkel, info@energieverbraucher.de, http://www.energieverbraucher.de

Der Bund der Energieverbraucher e.V. ist die einzige auf Energiefragen spezialisierte Interessenvertretung der privaten und kleingewerblichen Energieverbraucher in der Bundesrepublik. Der bundesweit tätige Verband hat über 13.000 Mitglieder und ist Mitglied in der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Politik & Gesellschaft - Das kleinere Übel

Erneuerbare Energien müssen massiv ausgebaut werden. Doch auch sie greifen in die Natur ein!

Bernward Janzing (Auszug Publik-Forum Nr. 3 • 2010 vom 12.2.2010)

Auf hoher See weht immer Wind. Deshalb drehen sich die Rotorblätter des Offshore-Windparks Alpha Ventus vor der niedersächsischen Nordseeküste fast unablässig und produzieren sauberen Strom. Nur bei Sturm schalten sich die Windräder ab. Seit Mitte November ist der erste deutsche Windpark auf hoher See mit zwölf Anlagen am Netz.

Offshore-Windanlagen sind umstritten: Die höheren Erträge im Vergleich zu Land-Anlagen sprechen für sie. Nur durch sie wird es möglich sein, den Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix deutlich zu erhöhen. Kritiker der riesigen Rotoren hingegen fürchten um Fische, Seevögel, Schweinswale und Seehunde, vor allem während der Bauphase. Denn es werden Fundamente in den Boden gerammt und Kabel auf dem Meeresgrund verlegt. Das geht nicht ohne Lärm und Erschütterungen. Und im späteren Betrieb ist eine Beeinträchtigung vor allem von Seehunden und Schweinswalen nicht ausgeschlossen.

Sind erneuerbare Energien grundsätzlich gute Energien? Nein. Jede Energienutzung ist ein Eingriff in die Natur – in die Stoff- oder Wasserkreisläufe, in die Landschaft, in die Struktur des Erdbodens oder in die marine Ökologie. Aber anders als Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran erfüllen einzig Windkraft, Sonnenenergie und Wasserkraft, Bioenergie und Erdwärme die Kriterien der Nachhaltigkeit. Die nichterneuerbaren Energien hingegen rauben der Erde unwiederbringlich Rohstoffe, sie hinterlassen strahlende Abfälle im Boden oder Kohlendioxid in der Luft. Nachhaltig ist das nicht.

Nachhaltig wirtschaften heißt, im Falle von Bioenergie und Agrosprit sorgfältig abzuwägen zwischen Ackerbau und Energiegewinnung, zwischen einer auf maximalen Energieertrag ausgerichteten Bewirtschaftung der Flächen und einer an ökologischen Kriterien orientierten Landnutzung: Ein sich selbst verjüngender Mischwald mit vielfältigem Unterholzbewuchs und Totholzanteil bringt eben nicht solchen energetischen Ertrag wie eine spezielle Energieplantage. Und eine Raps- oder Maismonokultur – zumeist noch mit Dünger und Agrochemie behandelt – ist aus ökologischer Sicht das krasse Gegenstück einer naturnahen Streuobstwiese mit Extensivgrünland und naturnahem Heckensaum. Kurz: Bioenergie muss zwar nicht, aber sie kann Biodiversität gefährden.

Auch die Wasserkraft bringt Eingriffe mit sich – in die Gewässerökologie. Zum Beispiel, wenn eine Anlage einen Fluss über Kilometer hinweg weitgehend trocken legt. Hingegen kann in einem homogen fließenden Bach eine Staustufe durchaus positiv wirken, indem sie durch Tief- und Flachwasserzonen dem Flusslauf zu differenzierteren Ökotopen verhilft.

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts am Hochrhein die ungestüm tosenden Laufenburger Stromschnellen einem Kraftwerk zum Opfer fallen sollten, waren die Proteste groß: Es sei »unrichtig, etwas zu zerstören, was keine Menschenkunst je wieder bereiten kann«, schrieben die Gegner. Das Kraftwerk wurde dennoch gebaut. Heute tragen die Großkraftwerke einen guten Teil zum deutschen Ökostrommix bei. Ökologie kann sehr vielschichtig sein.

Der Eingriff der Windkraft an Land ist vor allem optischer Natur. In Norddeutschland haben die Windräder das Landschaftsbild massiv verändert, und auch Mittelgebirgslandschaften wandeln sich zunehmend durch die Rotoren. Gewinnung von Energie ist eben immer die Suche nach dem kleinsten Übel.

Das gilt auch für die Fotovoltaik. Wer die Module in die Landschaft setzt, greift noch weitaus stärker in das Landschaftsbild ein als der Betreiber einer Windkraftanlage. Denn es geht oft um viele Hektar, die mit den Platten überbaut werden. Sind es potenziell landwirtschaftlich nutzbare Flächen, kommt auch hier wieder die Flächenkonkurrenz zum Tragen. Auch in diesem Punkt ist das Windrad besser, weil sich an seinem Fuße noch immer Weizen anbauen oder eine Obstwiese anlegen lässt.

Giftstoffe in Solarmodulen. Immer sinnvoll sind Solarmodule auf Dächern. Wo ohnehin Erdboden versiegelt wurde, wo schlicht Dachziegel durch Solarmodule ersetzt werden müssen, kann es vom Grundsatz her kaum Argumente gegen den sauberen Solarstrom geben.

In der Praxis jedoch stellt sich die Frage, was mit künftigem Solarmodul-Schrott geschieht. Hier liegt manches noch im Argen. Am meisten umstritten sind die Module aus Cadmium-Tellurid, die – weil besonders billig – derzeit stark gefragt sind. Cadmium jedoch ist ein Schwermetall und hochgiftig. Während folgerichtig Nickel-Cadmium-Akkus heute aus dem Verkehr gezogen werden, schafft man mit Cadmium in der Fotovoltaik die Altlasten der Zukunft. Silizium, das meistverwendete Halbleitermaterial der Solarindustrie, ist dagegen unproblematisch. Auch Erdwärme zu nutzen ist attraktiv, denn sie ist unabhängig vom Wetter und in großen Mengen vorhanden. Obwohl der Untergrund dabei lokal abkühlt, zählt man sie zu den regenerativen Quellen. Dass auch das Bohren in der Tiefe unangenehme Folgen haben kann, konnte man in Basel anschaulich erleben, wo Arbeiten an einem Geothermiekraftwerk mehrere Erdbeben auslösten. Damit war das Projekt politisch gestorben.

In Staufen südlich von Freiburg zerfällt derzeit die Altstadt, weil unter dem Rathaus gebohrt wurde, um dort Wärmesonden einzubringen. Denn im Untergrund von Staufen liegt eine 75 Meter dicke Gips-Keuper-Schicht. In diese sickert seit den Bohrungen Wasser ein, dadurch quillt das Gestein auf. Die Altstadt hebt sich seit einem Jahr um einen Zentimeter pro Monat. Der Schaden an mehr als 230 Häusern summiert sich bereits auf über vierzig Millionen Euro, die Risse sind mitunter mehrere Zentimeter breit, das erste Haus steht vor dem Abriss. Die Natur hat offenkundig viele Überraschungen zu bieten, wenn man sich ihrer Eigenarten nicht ausreichend annimmt.

Erneuerbare Energien haben ihre Schwächen und Risiken. Dennoch brauchen wir sie, denn es gibt keine besseren Energien. Schließlich müssen wir unsere Energiewirtschaft möglichst schnell von den Risiken der Atomkraft befreien und zugleich wegkommen von den gefährlichen Kohlendioxid-Emittenten, die das Klima ruinieren, Lebensräume zerstören und endliche Ressourcen verbrennen.

Aber wir müssen eben auch die erneuerbaren Energien sensibel nutzen und darauf achten, welche Energie sich an welcher Stelle eignet. Und wir müssen unseren Verbrauch erheblich senken.

Denn besser als jede erneuerbare Energie ist die Kilowattstunde, die gar nicht erst benötigt wird.

 

Quelle: http://www.bund-dueren.de/themen_projekte/klima_und_energie/