VERABSCHIEDUNG EINER RESOLUTION
Organisationen fordern ein „Symposium zur Massentierhaltung im Kreis Düren“
Am Abend des 01.04.2009 wurde im Kreishaus Düren von insgesamt 11 überwiegend regionaler Organisationen und Gruppierungen auf Initiative von Herrn Bernd Weikopf aus Vettweiß im Rahmen der neuen „Kreisinitiative SYMPOSIUM Düren 2009“ eine Resolution unterzeichnet. Darin wird der Landrat des Kreises Düren Herr Wolfgang Spelthahn aufgefordert, ein „Symposium zur Massentierhaltung im Kreis Düren“ mit allen Bürgermeistern, den zuständigen Fachbehörden und Institutionen des Kreisgebietes Düren einzuberufen.
Alle unterzeichnenden Organisationen haben bereits seit längerem erkannt, dass es hier absoluten Handlungsbedarf gibt, und sind erfreut über die eindeutige Positionsbestimmung gegen die industrielle Massentierhaltung durch den Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Unterzeichner regen an, in diesem Symposium und in nachfolgenden Veranstaltungen eine Diskussion über die Zukunft der Massentierhaltung im Kreis Düren zu führen und eine Leitlinie zu entwickeln, um die weitere Entwicklung der Massentierhaltung im Kreis Düren zu verhindern. Dabei soll die Initiative des Landrates aus dem Kreis Coesfeld zum gleichen Ziel als Anregung dienen.
Zu den Unterzeichnerinnen der Resolution zählen neben den Kreisgruppen BUND und NABU Düren, sowie dem Tierschutzverein für den Kreis Düren, dem Mitwelt-Ausschuss der Evangelischen Gemeinde zu Düren, die F.Victor-Rolff-Stiftung, dem Komitee gegen den Vogelmord e.V. auch die derzeit aktiven Bürgerinitiativen in Vettweiß, Thum und Glimbach. „Wir fordern dazu auf, eine einheitliche und gemeinsame Lösung zu finden, die die Belange der Bevölkerung, des Umwelt-, Arten- und Tierschutzes im Kreis Düren berücksichtigt“, so der Initiator Weikopf.„Dieses erscheint uns für das Kreisgebiet absolut notwendig, auch damit der Kreis Düren seinen attraktiven und lebenswerten Charakter behält.Den sehen wir zurzeit jedoch durch eine Häufung von immissionsträchtigen Betrieben im Kreis, in den Gemeinden und in der direkten Umgebung gefährdet. Das machen insbesondere ja aktuell u.a. die Schwierigkeiten in Nörvenich zur Erweiterung der Schweinemastanlage, aber auch die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger gegen die geplanten Mastanlagen in Vettweiß, Thum und Glimbach deutlich.“, so erläuterte Weikopf weiter. In einer der Unterzeichnung anschließenden offenen Diskussion erörterten alle 30 anwesenden Vertreterinnen und Vertreter weitere zukünftige Aktivitäten und Bestrebungen.
Derzeit befinden sich im Kreisgebiet Düren mehrere laufende Neugenehmigungs- und Änderungsanträge zu Intensivtierhaltungsanlagen. Die nun heute unterzeichnete Resolution, sowie als entsprechende Anregung dienende Unterlagen aus dem Kreis Coesfeld (NRW) und der Stadt Meppen (Niedersachsen) sollen Anfang Mai dem Landrat im Kreishaus Düren überreicht werden.