BUND Kreisgruppe Düren

"Chancen der Energiewende nutzen..."

15. Juni 2018 | Energiewende, Klimawandel, Kohle, Pressemitteilung

Pressemitteilung des "Forum Politik" - eine Kooperation des BUND Kreisgruppe Düren mit der Ev. Gemeinde zu Düren, der Ev. und Kath. Erwachsenenbildung, derPfarre St. Lukas Düren, dem Katholikenrat Düren und dem DGB

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Am 14. Juni 2018 fanden sich, organisiert von der BUND-Kreisgruppe Düren, mit Prof. Ulf Herrmanns vom Solarinstitut Jülich, Prof. Michael Gramm vom Büro für regionale Strukturentwicklung, Reiner Priggen, dem Vorsitzenden des Landesverbands Erneuerbare Energien NRW sowie Ingo Vosen, SWD, vier hochkarätige Experten in Sachen erneuerbare Energien im Rurtal-Gymnasium, um miteinander und mit den knapp 40 Zuhörern engagiert über die Chancen der Energiewende zu diskutieren.

Der Schulleiter Dr. Hickel begrüßte die Besucher mitdem Hinweis, dass seine Schule eine "Schule der Zukunft" sei und die Schüler*innen sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hätten. Besonders erfreulich war für Walter Jordans, der diese Veranstaltung im Forum Politik, eine Kooperation zwischen dem BUND, den Kirchen und dem DGB im Kreis Düren, moderierte, die Teilnahme des Klimateams der Sekundarschule Jülich.

Zwei frisch berufene Mitglieder der Berliner Kohlekommission, Reiner Priggen (LEE NRW) und Antje Grothus (Buirer für Buir), berichteten von den neuen Weichenstellungen in Berlin. Der vorzeitige Kohleausstieg wird/muß kommen, so Priggen und konstatierte, das die wegfallenden Arbeitsplätzeersetzbarseien, auch durch den notwendigen Ausbau der Erneuerbare Energien.

Im Impulsvortrag gab Prof. Dr. Herrmann einen Überblick zu den Möglichkeiten, die die Energiewende für neue Arbeitsplätze bietet. So werde der Stromsektor, vornehmlichaus Sonne, Wind künftig soviel Energie produzieren, dass der Wärme- und Verkehrssektor aus dem Überschussstrom mit versorgt werden könne. Ein Beispiel sei das neueste und viel versprechende Projekt des Solarinstituts zur Speicherung von Hochtemperaturwärme mit anschließender Verstromung in solarthermischen Kraftwerken. Die Wärme eines 1000 °C-Keramik-Speichers aus Netzüberschussstrom könne in einem Wärmekraftprozess wieder rückverstromt werden. Der Wirkungsgrad dieses Prozesses sei deutlich höher als der vergleichbarer Speicher und sei somit wesentlich kostengünstiger. So könnten alte Kraftwerksstandorte weiter genutzt werden und Industriebetriebe mit hohem Wärme und Strombedarf günstig versorgt werden. Sowohl Vertreter der Dürener Papierindustrie als auch Ludger Bentlage, DGB Vorsitzender im Kreis Düren-Jülich, nahmen diese Nachricht interessiert auf und nutzten de Diskussion zu zahlreichen Nachfragen.

Die Probleme um den Braunkohleausstieg in unserer Region seien beherrschbar, so Prof. Dr. Gramm. Es sei aber nun dringend nötig in die Umsetzung zu kommen. Der "Brainergy-Park" auf der Merscher Höhe in Jülich sei zwar das richtige Signal, man müsse aber nun in die "Fläche". Interkommunale Zusammenarbeit sei gefragt und keine Klein-Klein-Lösungen, wie in Langerwehe (so ein Diskussionsbeitrag), große Logistiker sind nicht die Lösung, die ja viel Platz aber wenig Arbeitnehmer brauchen. Wir müssten die exzellente Forschungslandschaft besser nutzen und für die Region in neuen Pilot-Projekten nutzbar machen.

Wir brauchen einen regionalen Energiedialog, einen Energie-Wende-Masterplan, mehr Interkommunale Zusammenarbeit und mehr Engagement der Stadtwerke, so das Fazit der Diskussion. Eine Verzehnfachung der Solarenergie, eine Verdreifachung der Windenergie, eine wesentlich höhere Sanierungsquote im Gebäudebestand komme nicht von allein, das muss aktiv gestaltet werden. Das ist kooperative Aufgabe von Politik, Handwerks, Industrie und Forschung. Wo bleibt koordinierende Hand, wo bleibt das Rheinische Revier, wo bleibt das Indeland an der Rur...

Kontakt: Walter Jordans, Bergstr. 31, 52379 Langerwehe, BUND Kreisgruppe Düren
i.A. Forum Politik - eine Kooperation des BUND mit der Ev. Gemeinde, dem Kirchenkreis Jülich, dem regionalen Katholikenrat, der und dem DGB Düren.

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